KDFB

November 2017

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Alles hat seine Zeit

Foto: Weileder-Wurm

„Alles hat seine Zeit“ – dieser Gedanke aus dem biblischen Buch Kohelet kommt mir auf dem Friedhof beim Herrichten des Grabes meiner Mutter auf Allerheiligen hin. In diesen herbstlichen Tagen wird das besonders sichtbar. Die Felder sind abgeerntet, die Gärten winterfest gemacht und die Tage werden kürzer, dunkler und kälter. Wir gehen auf den Friedhof, schmücken die Gräber unserer Lieben, erinnern uns der Verstorbenen und unserer eigenen Endlichkeit.

„Alles hat seine Zeit“ sagt mir, dass alles ein zeitliches Maß hat. Jede Zeit ist befristet, hat das Ende schon in sich. Mich ermutigt diese Aussage, immer wieder neu im Jetzt zu leben und den Augenblick auszukosten. Ich spüre, dass letztlich meine Lebenszeit nur zum Teil in meinen Händen liegt, sie bleibt immer auch unverfügbar.

 

Komm, segne uns Ruah, Heilige Geistkraft,

die du uns in jedem Abschied begegnest,

die du Anfang und Ende bist.

Komm segne uns, dass wir Lebendige bleiben

und in unseren Begrenztheiten nicht erstarren.

Sei mit uns

in unseren Abschieden

in unseren Übergängen

in unseren Neuanfängen

und halte deinen Lebensatem für uns bereit.

 

 

Hildegard Weileder-Wurm - Geistliche Begleiterin im Diözesanverband Passau

Hildegard Weileder-Wurm

Geistliche Begleiterin des KDFB-DV Passau