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Reformkräfte fordern von den Bischöfen: Weiterhin konsequent an einer synodalen Kirche arbeiten

Flaggen des Synodalen Weges vor dem Congress Center

Köln/Fulda, 23.09.2026

Von der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz erwarten der KatholischeDeutsche Frauenbund e.V. (KDFB), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. und Wir sind Kirche klare Entscheidungen und konkrete Schritte: Die Beschlüsse des Synodalen Weges müssen in den Bistümern konsequent umgesetzt und Synodalität im kirchlichen Alltag spürbar werden.

„Die Geduld des Kirchenvolks ist erschöpft. Es reicht nicht, Synodalität zu beschwören und gleichzeitig konkrete Reformenauf die lange Bank zu schieben“, erklären die drei Gruppen. Ein „Weiter so“ innerhalb der traditionellen hierarchischen Strukturen wird sowohl in Deutschland, in Europa wie auch weltkirchlich in eine Sackgasse der Bedeutungslosigkeit führen.

Synodale Beschlüsse jetzt umsetzen
Die weiterhin ausstehende Anerkennung der Satzung für die geplante Synodalkonferenz durch Rom (Recognitio) ist mehr als enttäuschend. Sie darf jedoch nicht zum Vorwand werden, den Reformprozessin Deutschland auszubremsen. Die Synodalversammlung hat Beschlüsse gefasst. Jetzt müssen die deutschen Bischöfe zeigen, dass diese gemeinsamen Beschlüsse für sie mehr sind als unverbindliche Absichtserklärungen, indem sie die Beschlüsse in ihren jeweiligenBistümern konsequent umsetzen und so weiterhin eine synodale Kirche verwirklichen.

Frauen nicht von der Verkündigung ausschließen
Besonders deutlich zeigt sich der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim Predigtverbot für Lai*innen in der Eucharistiefeier. Die Entscheidung aus Rom, die Homilie weiterhingrundsätzlich dem geweihten Amt vorzubehalten, ist realitätsfern, verkennt eine seit langem gut eingeübte Praxis und schließt insbesondere Frauen strukturell von Verkündigung und Teilhabe aus. KDFB, kfd und Wir sind Kirche erwarten nun, dass die deutschen Bischöfe dieses Verbot nicht einfach hinnehmen, sondern vorhandene kirchenrechtliche Spielräume nutzen und sich zugleich weiter für eine Änderung des Kirchenrechts einsetzen. Es braucht Mut sowie kreativeund verantwortungsvolle Wege, damit Gottes Wort und die Hoffnungsbotschaft auch durch Lai*innen zu den Menschen gelangen.

Geschlechtergerechtigkeit ist zentral
Eine wichtige Weichenstellung steht bei der Wahl der Mitglieder der neuen Kommission „Frauen in sakramentalen Ämtern in einer weltweiten Perspektive“ an: Während der Herbstvollversammlungbestimmen die Bischöfe fünf Vertreter aus ihrem Kreis für dieses Gremium und damit auch, welche Perspektiven und Positionen die deutsche Bischofskonferenz in die weitere Debatte einbringt. Neben den fünf DBK-Mitgliedern werden fünf Vertreter*innen des ZdKin der Kommission mitarbeiten. KDFB, kfd und Wir sind Kirche begrüßen ausdrücklich, dass die Frage des Zugangs von Frauen zum sakramentalen Amt dabei unter weltkirchlichen Aspekten beraten werden soll. Die weltweiten synodalen Beratungen und insbesonderedie Ergebnisse der Studiengruppe zur Rolle der Frauen haben deutlich gemacht: Die „Frauenfrage“ ist ein zentrales „Zeichen der Zeit“ und darf nicht weiter vertagt werden.

Demokratie stärken
uch mit Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche erwarten die drei Gruppen eine klare Haltung der Bischöfe. Angesichts des Erstarkens rechtsextremer und autoritärer Kräftekommt den Kirchen eine besondere Verantwortung für die Demokratie zu. Diese sollte unbedingt in breiter christlicher Ökumene wahrgenommen werden. KDFB, kfd und Wir sind Kirche nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass die Bischöfe sich diesem Thema widmen und ermutigen sie, sich weiter klar gegen die politische Vereinnahmung des Christentums, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung zu stellen. Demokratie lebtvon Teilhabe, Dialog, Solidarität und Kompromissbereitschaft – eine synodale Kirche kann und muss hier Vorbild sein.

Pressekontakte:

    • Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB): Hannah Ratermann, Tel: 0221 – 860 92 24, E-Mail: hannah.ratermann@frauenbund.de
    • Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V.: Barbara Stöckmann, Tel: 0170 3805022, E-Mail: barbara.stoeckmann@kfd.de
    • Wir sind Kirche: Christian Weisner, Tel: 0172 5184082, E-Mail: presse@wir-sind-kirche.de (wird am 28. und 29. September in Fulda sein)

Pressemitteilung
KDFB Bundesverband

 

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