Frauenverbände appellieren: Erkenntnisse der KMU umsetzen, Synodalen Weg konsequent fortführen
Die deutschen Bischöfe beraten unter anderem über die Weiterarbeit mit den Ergebnissen der KMU, den Fortgang des Synodalen Weges sowie aktuelle Fragen von Aufarbeitung und Aufklärungsexuellen Missbrauchs. KDFB und kfd, die gemeinsam für 395.000 Frauen stehen, begrüßen ausdrücklich, dass die Bischöfe die KMU als zentrales Thema in den Blick nehmen. Die Befunde verdeutlichen nicht nur die Erosionsprozesse von Kirchenbindung und Glaubenspraxis,sondern auch die drängende Reformerwartungen an die Kirche.
„Die Erfahrungen, die Menschen heute mit Kirche machen, sind für viele weiblich geprägt – durch Seelsorgerinnen, Mitarbeiterinnen in den Gemeinden, durch Ehrenamtliche. Das musssich auch in Strukturen, Entscheidungswegen und Ämtern widerspiegeln. Frauenverbände sind hier seit Jahrzehnten wichtige Gestalterinnen des kirchlichen Lebens“, betont die stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, Ulrike Göken-Huismann. Auch KDFB-VizepräsidentinUte Zeilmann unterstreicht: „Die KMU hat bestätigt, was wir seit Langem einfordern: Missbrauchsprävention, Gleichberechtigung von Frauen und echte synodale Strukturen sind entscheidend für die Zukunft. Ohne Reformen verliert die Kirche weiter an Glaubwürdigkeit.Die Bischöfe sind gefordert, hier entschlossen, verantwortungsvoll und glaubwürdig zu handeln.“
Einen entscheidenden Beitrag hierzu leistet der Synodale Weg in Deutschland, der als Reaktion auf das bekanntgewordene Ausmaß des Missbrauchs in der katholischen Kirche initiiertwurde. In den vergangenen Jahren wurden dabei konkrete Positionen und Reformschritte erarbeitet, die nach Ansicht von KDFB und kfd eine wichtige Grundlage für eine zukunftsfähige Kirche sind. Die Frauenverbände erwarten daher von den deutschen Bischöfen eindeutliches Bekenntnis zur Fortführung des Synodalen Prozesses und zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), insbesondere im Hinblick auf die kommende Sitzung des Synodalen Ausschusses sowie die abschließendeSynodalversammlung im Januar 2026. „Wir erwarten eine Zusammenarbeit der Bischöfe mit den Lai*innen auf Augenhöhe und die konsequente Umsetzung der Beschlüsse des synodalen Weges“, betonen Göken-Huismann und Zeilmann.
KDFB und kfd ermutigen die deutschen Bischöfe, die Ergebnisse der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung sowie die Beschlüsse des Synodalen Weges als Chance für eine zukunftsfähigeund glaubwürdige Kirche zu begreifen, die wirklich für das Reich Gottes und dessen Gerechtigkeit einsteht.
Pressemitteilung
KDFB Bundesverband
